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Die Mitarbeiter

 

 

 

Bei den Mitarbeitern von SPERANZA e.V. handelt es sich um z.T. ehrenamtliche, qualifizierte und langjährig im Umgang mit schwierigen Jugendlichen erfahrenen Menschen:

 

Dr. Cristina Pohribneac -  Ärztin / Homöopathie / Psychotherapie

                                         Verantw. für med. psych. Betreuung

Dr. Constanza              

Scortariu - Pasca            - Ärztin

 

Razvan Cramarenco      -  Heilpädagoge /Gründungsmitglied im Vorstand

 

 Silene Gemmrich          -  Dipl. Kunsttherapeutin / Erzieherin

                                          Verantw. für Kunsttherapie, Umgang mit Jüngeren

 

 Roseta Zabet                -  Dipl. Päd. / Eurythmistin / Dipl. Ing. Geol. /Klassenlehrerin

                                          Kunstpädagogin

                                          Verantw. für päd. Arbeit, Organisation, Kunstpäd. Theater

                                          Kontakte in Rumänien

 

 Ulrich Zabet                   -  Dipl. Päd. / Kunstpädagoge - Bildhauer / Klassenlehrer

                                          Landwirt                                                                                 

                                           Verantwortl. für päd. Arbeit , Aufbau, Mittelbeschaffung,                                                         

                                           Kontakte, Verwaltung

 

Darüber hinaus stehen uns zahlreiche Einzelpersonen sowie pädagogische Einrichtungen und Träger der Jugendhilfe hilfreich beratend zur Seite. So unterhalten wir z.B. auch einen Jugendhilfestandort in Hamburg, der neben den zu betreuenden Jugendlichen immer einen Platz zur Reintegration von „Heimkehrern aus Rumänien“ bereithält. Von dort werden auch Sommerprojekte für Jugendliche, auch für Schulklassen in Rumänien initiiert.

Speranza heißt Hoffnung, Hoffnung ist die Kraft die uns trägt, und Hoffnung ist die Kraft, die wir weiterreichen wollen an diejenigen die zuviel davon verloren haben, um auf eine lebendige Zukunft zu schauen.

 

 Was wir wollen

Zukunft wird von den Menschen gelebt, die nach uns kommen. Damit diese die Zukunft sinnvoll gestalten können, müssen wir in der Gegenwart dafür Sorge tragen, dass das Leben selbst zu der Jugend sprechen kann, und menschliche Werte, wie Liebe, Vertrauen, Ehrlichkeit sichtbar macht.

Wir wenden uns gerade an die jungen Menschen, die ihre Hoffnung und ihren Halt schon einmal verloren haben, und nun weiter auf der Suche nach sich selbst mit unserer Begleitung durch die Lebensschulung gehen können. Und das auf der Basis der Bewältigung des alltäglichen Lebens.

Wir werden im Praktischen und im Künstlerischen lernen menschliche Grundwerte zu erarbeiten.

 

 Wo können wir dieses tun?

 In einem Land, wo die Natur noch weitgehend intakt ist, und die dort lebenden Menschen diese Werte noch selbstverständlich in sich tragen und nach außen leben, werden unsere Jugendlichen eine Sprache finden die sie suchen und verstehen werden, und die auch sie versteht.

Auf einem alten Bauernhof, der die ganze Fülle sinnvollen Arbeitens in sich birgt. Angefangen vom Renovieren und Ausbauen der Häuser bis zur Erzeugung gesunder Nahrungsmittel, um von Anfang an Grundwerte des menschlichen Daseins zu offenbaren.

Diese Bedingungen haben wir in Osteuropa, in einem Land wie Rumänien gefunden.

 

 Wie werden wir dieses Ziel erreichen?

 Gemeinsam mit allen Beteiligten, Mitarbeitern, rumänischen Jugendlichen sowie auch der Bevölkerung vor Ort, die eine gewisse Dankbarkeit und Achtung dem Leben gegenüber in sich tragen.

- Durch Achtsamkeit in jeder Tat

- Durch Offenheit und Vertrauen untereinander

- Durch Öffnung und Respekt der Welt gegenüber

 

 Indem wir künstlerisch lebend, lernend arbeiten, d.h. unseren Erfahrungen und der Aufgabenstellung des Augenblickes kreativ Rechnung tragen, werden wir dem Leben selbst Gelegenheit geben den Sinn zu offenbaren.

Diese Hoffnung haben wir -  weiter zu geben

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                 

Wer sind wir?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, bestehend aus aktiven und passiv fördernden Mitgliedern. Mitglieder, Lehrer, Heilpädagogen,  Ärzte, ehem. Waldorfschüler unserer Klassen aus D und RO, uvm., die sich sowohl als Freunde einer sich gesund entwickelnden Jugend sowie als Freunde Europas verstehen, die die Herausforderung der Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten zwischen West – und Osteuropa als Aufgabe erkennen und sich in diesen Dienst stellen.

Mindestens einmal im Jahr treffen wir uns alle zur Mitgliederversammlung in Rumänien, darüber hinaus gibt es Treffen zu Bauzeiten und Jahresfesten.

Wir verbinden jede Reise nach Rumänien mit einem Hilfsgütertransport aus Sachspenden wie Kleider, Werkzeuge, Baumaterial etc., die die Menschen vor Ort gut gebrauchen können.

Mit Geldmitteln helfen wir auch Menschen in besonderen Notlagen (medizinische Versorgung, Arbeitslosigkeit).

 

Europas Herausforderung im 21. Jahrhundert

 Westeuropa konnte sich in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts auf materiellem Gebiet positiv entwickeln. Ein erwirtschafteter Wohlstand erbrachte neben materiellem Überfluss soziale Ausgrenzung gegenüber denjenigen, denen es nicht gelang am Leben und Wachstum der Gesellschaft teilzunehmen, bzw. die diesem kritisch gegenüberstanden.

Ebenso entstanden im materiellen Wohlstand und der damit einhergehenden Bewusstwerdung in der Gesellschaft (Bruch mit trad. Konventionen) neue soziale Formen zusammen mit deren negativen Begleiterscheinungen. Durch die stark zunehmende Scheidungsrate werden mehr Kinder als je zuvor von einem Elternteil erzogen, bzw. von Pflegeeltern o.ä.

Parallel ist auf pädagogischem Sektor zu beobachten, dass die heutigen Jugendlichen neue Herausforderungen an Erzieher und Pädagogen stellen, bzw. heutige Schulformen und Lehrpläne in ihrer Funktionalität mit Recht stark in Zweifel stellen.

Immer wieder werden zusätzliche Maßnahmen in Anspruch genommen, um Schüler neu zu motivieren oder um präventiv dem Drogenmissbrauch, Computerkonsum entgegen zu wirken.

Zusammengefasst heißt das, je weniger für unsere Jugendlichen das Leben selbst Antworten auf die Sinnfrage gibt, desto mehr sind Pädagogen gefragt mit Maßnahmen die Beispielcharakter haben, Schüler erlebnismäßig an die Wurzeln des Daseins zu führen. Schulintern ist zu wenig Spielraum für Dergleichen, so bleiben die Klassenfahrten oder die Ferien für erlebnispädagogische Veranstaltungen übrig, die dann neben der päd. Absicht mehr Unterhaltungscharakter annehmen müssen, um gegen Reize wie Computerspiele konkurrieren zu können.

 

 Osteuropa

 Wie verlief die Entwicklung in Osteuropa? Dort fand eine Entwicklung in sozialistischen Regimen weitgehend ohne die Beteiligung des einzelnen Bürgers statt. Man war Bestandteil eines Planes, der dem Einzelnen zumindest gewisse Grundbedürfnisse sicherte. Die wirtschaftliche Entwicklung fand eher intern statt und hielt sich trotz großer Anstrengungen in engen Grenzen.

Das wirkliche Leben fand eher im familiären Rahmen statt. Damit ist die Großfamilie gemeint, wo jeder noch eine Wahrnehmung vom anderen hat, und es eine selbstverständliche Notwendigkeit war und ist, dass man sich gegenseitig unterstützt.

Die heutige Aufbausituation nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur wird nun durch das Fehlen von finanziellen Mitteln behindert, bzw. Westeuropäer investieren im Osten um wg. geringen Löhnen nach westlichem Schema zu expandieren, unter weitgehender Missachtung der bis heute erhalten gebliebenen gesellschaftlichen Qualitäten.

Diese werden gerne zugunsten des versprochenen Wohlstandes einer freien Marktwirtschaft geopfert. So ist es nur eine Frage der Zeit, wann ein qualitativer Unterschied zwischen West – und Osteuropa immer unerheblicher wird, und folglich nicht mehr zu gegenseitigem Lernen genutzt werden kann.

(Leider kann an dieser Stelle nicht ausführlich auf die Einzelheiten eingegangen werden, die das oben gesagte belegen, vielmehr soll unser Augenmerk auf Pädagogik und Jugendhilfe in diesem Zusammenhang gerichtet werden).

 

 Pädagogischer Hintergrund

Vor dem Hintergrund der Entwicklungsunterschiede zwischen West – und Osteuropa ergibt sich eine Möglichkeit die verschiedenen gesellschaftlichen Qualitäten pädagogisch zu nutzen, und so zu einer Balance bei zu tragen, die für alle Beteiligten großen Nutzen bringt.

 

 An dieser Stelle sei auf unsere Beziehungen zu Rumänien eingegangen.

Seit Jahrhunderten leben Deutsche in Rumänien, wo sie bis heute die Landeskultur mitgeprägt haben. Überall im Land findet man Spuren die auf deutsches Kulturgut hindeuten. Viele alte aber auch junge Rumänen sprechen gut deutsch.

 

Wir haben mittlerweile langjährige Erfahrungen im organisieren von Projekten für deutsche Schüler in Rumänien. Die Ursprünglichkeit der Landschaft und die Herzlichkeit der Bevölkerung waren neben anderen die Grundlagen für Entwicklungsschritte der Jugendlichen. Das Wahrnehmen des menschlichen Umgangs miteinander trotz materieller Not war für deutsche Jugendliche stets ein Aufwachmoment. Ebenso die Qualität des gegenseitigen Helfens wurde erlebt und geschätzt.

Das Erkennen besonderer Entwicklung fördernder Möglichkeiten hat uns zu dem Entschluss geführt als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG auf der Grundlage unserer Erfahrungen ein Jugendhilfe Projekt in Rumänien zu gründen. Zentraler Gedanke dabei war, deutsche und rumänische Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 – 18 Jahren gemeinsam zu betreuen, denn das anders sein der jungen Rumänen wird in den jungen Deutschen Spuren hinterlassen, die eine tiefe Wirkung haben.

Die Problematik beider Gruppen ist eine entgegengesetzte. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich in der Begegnung bereits sehr viel aus balanciert, was für beide Seiten zunächst unerwartet geschieht.

Es gibt in Rumänien eine große Zahl von Kindern, die in Heimen untergebracht sind, wo es an allem mangelt. Die rumänischen Kinder die wir bei uns aufnehmen können werden bald zu wahren „Mitarbeitern“ werden, denn durch Aufnahme in unserer Einrichtung bekommt ihr Leben einen echten Sinn.

Die Problematik der deutschen Jugendlichen ist eine andere. Um „neu“ anzufangen muss man das alte hinter sich lassen. In Rumänien wird erst mal alles neu sein, bis man manches Vertraute wieder entdeckt, und Werte neu schätzen lernt.

 

Genau das ist eine zentrale Größe unserer Pädagogik – Werte -.

 

Wir wollen den äußeren Rahmen bieten, dass Jugendliche die hier die Orientierung verloren haben dort die Werte, die zu einem gemeinsamen Leben gehören, selbst entdecken und pflegen. Dazu gewährleisten wir den Rahmen einer intakten, familiären Umgebung mit vielfältigen Inhalten die aus dem Leben selbst entstehen.

Dazu gehört, dass die Jugendlichen ihre Wohnräume selbst gestalten, um diese als etwas eigenes zu achten. Sämtliche im Haushalt anfallenden Arbeiten werden gemeinsam mit den Jugendlichen durchgeführt.

 

Die Arbeit in der Landwirtschaft und im Garten dient der Produktion von Lebensmitteln für den Eigenbedarf. Auch hier gilt es Qualität zu entdecken und zu schätzen.

 

Schulbildung

Die Schüler können von uns beschult werden, oder eine deutsche Schule am Ort besuchen. Die nächste Waldorfschule liegt 3 km entfernt. Außerdem bietet die deutsche Fernschule Kurse für deutsche Schüler im Ausland an.

Bei uns kann man sich auf den Hauptschulabschluss und die Mittlere Reife vorbereiten.

 

Ökologie

In Rumänien existiert ein gravierender Bedarf an ökologischer Bewusstseinsbildung. Hier haben beide Seiten genügend reale Gelegenheiten gemeinsamen Lernens und Tuns.

 

Kunst

Über allem steht für die Mitarbeiter von SPERANZA  e.V. das Anliegen die tägliche Arbeit künstlerisch zu gestalten, und der Ausübung von Kunst  jeglicher Art einen großen Raum zu geben. Dazu gehören das Einstudieren von Theaterstücken auf hohem Niveau mit Aufführungen in verschiedenen Orten Rumäniens und Deutschlands

                                                                                                                                        Ebenso kann Eurythmie (Bewegungskunst nach Text od. Musik) zur Aufführung gelangen.

 

Darüber hinaus bieten wir Malerei u. Bildhauerei (Eisenschmieden u. Metallgestaltung) neben Therapie auch als freiwillige Kurse an. Wir könnten sogar kleinere Aufträge annehmen, und für die Dorfbevölkerung tätig werden.

 

 

Reisen

In unserer „Freizeit“ bieten wir Reisen nach Themen an. Sie dienen dem Kennenlernen des Landes, der Natur und der Menschen. Begleitend kann daraus ein Filmprojekt entstehen, oder Musik ex – oder importiert werden. Durch die Mitarbeiter und Freunde entstehen ständig neue Ideen, die nach Möglichkeiten zur Verwirklichung geprüft werden.

 

Medizinische Betreuung

 Medizinisch begleitet wird das Projekt durch zwei Ärztinnen, eine hier in Deutschland praktizierend, die beide Sprachen fließend spricht, und neben allgemeiner Medizin eine psychologische Ausbildung hat, darüber hinaus über Erfahrung in homöopathischer Medizin verfügt, und eine Ärztin direkt am Ort, die am Ort bereits verantwortlich für ein sozialtherapeutisches Projekt auf anthroposophischer Grundlage ist.

 

 Finanzierung

 Die Finanzierung von SPERANZA e.V. steht auf einer breiten Grundlage. Die Jugendhilfe vor Ort wird von deutschen Jugendämtern getragen. Daraus werden die Notwendigkeiten der Jugendlichen und die Gehälter der Mitarbeiter finanziert.

Der Ankauf des Anwesens, ein Bauernhof in der Nähe von Simeria ist aus Mitteln der  Software AG Stiftung ermöglicht worden.

Weiterer Finanzbedarf soll aus Fördergeldern der EU Kommission für Jugend, Bildung und Kultur gedeckt werden, da hier ein konkreter Beitrag zur Völkerverständigung geleistet wird.

Vereine, die Deutsch – Rumänische Zusammenarbeit aus traditioneller Sicht fördern gibt es in großer Zahl, so dass auch von dort Hilfe zu erwarten ist.

Der Rumänische Staat hat durch unsere Arbeit mit rumänischen Jugendlichen einen großen Vorteil. Dieser wird jedoch nicht durch direkte finanzielle Beiträge ausgeglichen, sondern in Form von Freistellung von den monatl. Verbrauchskosten wie Wasser, Gas, Strom etc. geleistet.

 

Wir hoffen nun, dass unsere Kraft ausreicht, und unsere Ideen Wert sind in die Wirklichkeit umgesetzt zu werden. Mit der tatkräftigen Hilfe aller Beteiligten wird es uns gelingen einen eigenen Beitrag zur Schaffung eines neuen Europa zu leisten.

Es wird uns gelingen diejenigen, die schon einmal ohne Verschulden an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt wurden in den Mittelpunkt unseres Interesses zu stellen. Vielleicht werden sie es sein, die durch die persönliche Erfahrung den notwendigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten, mit dem einmal ein geeintes Europa entstehen kann, in dem Unterschiede geachtet, ja gebraucht werden zur eigenen Wahrnehmung.

 

                                                             Ulrich Zabet    SPERANZA e.V.  im März 2014

 

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